Author Archives: Sabine Hamann

Heilig-Abend-Kicken

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Heiliger Abend „Tradition heißt nicht, Asche aufbewahren, sondern Glut am Glühen zu halten.“ Was der französische Politiker Jean Jaurès vor hundert Jahren schon wusste, ist auch der Amicitia nicht fremd. Gartenfest unter der Olympia-Eiche, Jubilarehrung und eben auch das Heilig-Abend-Kicken sind liebgewonnene Traditionen eines Vereins, der das soziale Miteinander (Amicitia = Freundschaft) eben nicht nur aufbewahrt, sondern lebt. Wie es zu dieser Tradition des Heilig-Abend-Kickens kam, weiß keiner mehr so genau… warum Ruderer an Weihnachten Fußball spielen, haben wir vor einigen Jahren zu klären versucht. Geändert hat sich weder an der Motivation noch an dem Brauch im Laufe der Jahre etwas. Und so waren sie auch heute wieder unterwegs, um der „schönsten Nebensache der Welt“ nachzugehen, um sich einfach wieder einmal in der Heimat zu treffen, um… die Glut am Glühen zu halten.

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Ein neues Jahr – Zum Jahresausklang 2014

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“Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.” (Hal Borland, 1900-1978, amerikanischer Schriftsteller) Vorsitzender Norbert Ufer und Sportvorstand Benjamin Wolf  blicken in weihnachtlicher Stimmung zurück auf 12 Monate voller sportlicher Herausforderung, Leidenschaft, Engagement, Arbeit, Training aber auch Durchhaltevermögen… und von Erfolg gekrönten Unternehmungen. So zum Beispiel die Regatten, an denen im Jahr 2014 Sportlerinnen und Sportler der Amicitia teilgenommen haben. Im Einzelnen waren dies: Ergocup Ludwigshafen, Langstrecke Erlangen, Mannheimer Stadtachter, Regatta Leipzig, Frühregatta Mannheim, Kleinbootmeisterschaft Köln, Regatta München, Regatten in Heidelberg und Köln, Regattawochenende in Hamburg und Gießen, DJM in Brandenburg, Landesmeisterschaft in Breisach, Regatten in Villach, Kopenhagen, Marbach, Nürtingen, Deutsche Sprintmeisterschaft in Eschwege, Langstrecke in Mannheim und schließlich Langstrecken in Dortmund und Berlin. Ohne Trainingslager hieß das allein 17 Regatta-Wochenenden für Sportler und Trainer! Und dabei erinnern sich die Vorstände gerne an Herausragendes – nämlich an Siege (Berichte gab es hier jeweils im Detail): Von den Kindern: Lennart Ufer – Sieg in Heidelberg, Lukas Scheurich – Sieg in Mannheim, Marlon Werthmann – Sieg beim Ergocup Neckarelz Von den Junioren B: Uwe Strähle und Deniz Oguzhan brachten eine kleine Regattatour hinter sich mit Siegen in Offenbach und Heidelberg Moritz Gehring war auf großer Regattatour und siegte in Mannheim un bei der DJM. Nils Kocher entwickelte sich mehr und mehr zum „Aushängeschild“ der Amicitia, ein Ausnahmeathlet. Sieg beim Ergocup in Ludwigshafen, bei den Regatten in München, Mannheim und Köln. Qualifiziert für den Deutschlandkader und Start beim Baltic-Cup, Sieg bei der Langstrecke in Mannheim und in Erlangen, Goldmedaille bei der Landesmeisterschaft, Sieg in Nürtingen… so könnte es weitergehen Von den Junioren  A: Sebastian Terwiesch – Sieg in Offenbach Simon Klüter – Siege in München, Villach, Marbach und Köln, sowie bei den Langstrecken Mannheim und Erlangen Max Matthey – Silbermedaille in Köln und Sieg beim Mannheimer Stadtachter Von den Senioren: Bettina Haueisen – Sieg in Gießen Alessa Boschert – Sieg in Nürtingen Und dann war da noch der Stadtachter Moritz Gehring, Nils Kocher, Maximilian Matthey, Sebastian Terwiesch, Bendik Sogn, Moriche Schlehbusch, Til Zeilfelder, Mattis Hamann und Steuerfrau Alessa Boschert hießen die Sportler, die in einem hoch spannenden Rennen den Achter der befreundeten MRG Baden besiegten, in dem unter anderem Olympiasieger Filip Adamski saß. „Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat“ – Was haben wir durch die Erfahrung gelernt? Hart zu trainieren lohnt sich, Jugend zu fördern lohnt sich, Jugendlichen eine Chance zu geben lohnt sich sowieso immer. Die Erfahrung hat es uns gelehrt. Wir bleiben dran! 4db9d0d28632a932460b9c1a445f562e  4db9d0d28632a932460b9c1a445f562e


Auch eine Kooperation Schule-Verein – Austausch mit Polen

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Eine ausgezeichnete  Verbindung zwischen Leistungssport und Deutschlernen gelang Patrycja Karwacka aus Bydgoszcz  auf Initiative ihrer Deutschlehrerin. Mit Unterstützung der zuständigen Stellen in den beiden Partnerstädten und aufgrund des Engagements  von Mannheimern konnte sie Anfang November knapp zwei Wochen als Gastschülerin am Unterricht des Liselotte-Gymnasiums Mannheim teilnehmen und im Mannheimer Ruderverein Amicitia sowie in der Trainingsgruppe des Mannheimer Regattavereins trainieren. Morgens und am frühen Nachmittag boten freundschaftliche Kontakte mit sehr aufgeschlossenen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Schulfächer wie Biologie, Geschichte, Deutsch, Religion oder Kunst Patrycja die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen. Nachmittags sowie am Wochenende standen Trainingseinheiten auf dem Ruderergometer und im schmalen Skiff auf dem Programm. Natürlich gab es auch etwas Freizeit, in der Patrycja Mannheim auf eigene Faust  oder auch mit ihrer deutsch-polnischen Freundin aus dem Liselotte-Gymnasium erkunden konnte. Mit Patrycjas Aufenthalt in Mannheim konnten Joanna Mazurek (vom VII Liceum Ogólnokształcącego im. Janusza Kusocińskiego) und Horst Reitz (vom Mannheimer RV Amicitia) erfreulicherweise Verbindungen, die durch einen polnisch-deutschen Schüleraustausch geknüpft worden waren, intensivieren. In Rudererkreisen wird gegenwärtig schon darüber nachgedacht, auf der Oberrheinischen Frühregatta im Mühlauhafen Starts einer Delegation aus Bydgoszcz zu ermöglichen. Auch ein sommerliches Trainingslager in unserer polnischen Partnerstadt ist denkbar. Patrycja beim Kraft- und Ausdauertraining auf dem Ruder-Ergometer Patrycjya nach einer Trainingseinheit auf dem Neckar am Fernmeldeturm Im Skiff vor der Industriekulisse nahe der Neckarspitze Und das erzählt Patrycja selbst: „Im November habe ich zwei tolle Wochen in Mannheim verbracht. Der Aufenthalt in  Mannheim war für mich eine neue Erfahrung. Ich habe sowohl die Schule besucht als auch mit den deutschen Sportlern Rudern trainiert. Im Liselotte – Gymnasium habe ich viele neue Freunde kennengelernt. Die Schüler waren sehr nett zu mir und wollten auch viel von meiner Heimatstadt Bydgoszcz erfahren. Ich hatte die Möglichkeit, das deutsche Schulsystem kennenzulernen. Ich habe  viele neue Wörter gelernt und hatte eine gute Gelegenheit mit den Schülern Deutsch zu sprechen. In der Schule habe ich an dem Bio-, Geschichte-, Deutsch- und Religionsunterricht teilgenommen. Am besten hat  mir der Biounterricht gefallen. In diesem Fach haben wir die gleichen  Themen wie in unserer Schule  besprochen. Nachmittags  habe ich in dem Ruderverein Amicitia und Maruba trainiert. Ich bin Skiff gerudert und ich habe Ergo gemacht. Ich habe die anderen Trainingsformen beobachtet und habe neue Erfahrungen gesammelt. In meiner Freizeit habe ich die Stadt besichtigt, gebummelt oder mich mit meiner deutsch-polnischen Freundin getroffen. In Mannheim habe ich viele Sehenswürdigkeiten bewundert z.B.: Wasserturm, Schloss oder Rathaus. Am letzten Sonntag bin ich mit meiner Freundin Isabell in Heidelberg gewesen. Dort hat  das  Schloss auf mich den größten Eindruck gemacht. Ich würde gerne noch mal nach Mannheim kommen!

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Lehrgang für Steuerleute zur Erlangung der Freifahrtberechtigung

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Von Rechts wegen und laut unserer Ruderordnung ist eine sogenannte „Freifahrtberechtigung“ erforderlich, wenn jemand alleine verantwortlich als Obmann ein Boot führt. Demnächst wird eine aktualisierte Liste mit den Vereinsmitgliedern ausgehängt, denen eine solche Freifahrtgenehmigung erteilt wurde. Die Freifahrtgenehmigung wird vom Vorstand erteilt. Kriterium hierfür ist nicht, wie schön oder wie schnell jemand rudert, sondern ob die Ruderin oder der Ruderer über Kenntnisse der Verkehrsregeln auf dem Wasser und über praktische Steuererfahrung auf Gewässern mit Schiffsverkehr und Wellengang, idealerweise auch auf dem Rhein, verfügt. Hierfür sollen in Zukunft klare und nachvollziehbare Kriterien gelten. Deshalb wollen wir nächstes Frühjahr einen Lehrgang für Steuerleute veranstalten. Dieses richtet sich an jeden, der oder die noch keine Freifahrtberechtigung besitzt, aber eine solche erhalten möchte, besonders an unsere neuen Mitglieder, die dieses Jahr am Ruderkurs teilgenommen haben. Aber auch jeder andere, der seine Kenntnisse auffrischen oder vertiefen will, ist willkommen. Der theoretische Teil soll an zwei Terminen abends im Frühjahr 2015 stattfinden. Dabei werden  folgende Themen behandelt: – rechtliche Grundlagen und Verkehrsregeln auf dem Wasser – Kurs und Ruderbefehle – Umwelt, Unfälle und anderes Am Ende gibt es dann einen kleinen Test mit „Multiple Choice“ Fragen. Zusätzlich ist auch noch eine praktische Übung erforderlich, idealerweise auf dem Rhein. Dafür werden wir noch Halbtages- oder Tagesfahrten auf dem Rhein anbieten. Da es eine Herausforderung sein wird, alle Teilnehmer adäquat während dieser Ausfahrten unterzubekommen, kann eine solche Übung ersatzweise auch im Rahmen einer normalen Wanderfahrt stattfinden. Termine: 1. Abend Theorie Mittwoch 28.01.2015 um 19:30 2. Abend Theorie Mittwoch 04.02. 2015 um 19:30 Praktische Ausfahrten nach Vereinbarung. Vorschlag: Samstag 14.03.2015 und Samstag 28.03.2015 Rechtzeitig vorher gibt es nochmal eine weitere Einladung. Wir freuen uns auf viel interessierte Ruderinnen und Ruderer und darauf, die Liste mit den Freifahrtgenehmigungen bald substantiell zu erweitern.

Matthias Rentrop und Horst Reitz


Amicitia heißt Freundschaft und Inklusion

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Unter diesem Motto startete Mitte Oktober ein Ruderworkshop des Mannheimer Rudervereins Amicitia. In Kooperation mit der Schloss-Schule Ilvesheim konnten 6 Schüler des Internats für Sehgeschädigte erste Erfahrungen im Ruderboot auf dem Neckar sammeln. „Blinde und sehbehinderte Kinder haben häufig Schwierigkeiten, eine sportliche Betätigung zu finden, die ihnen einen körperlichen Ausgleich verschafft, die ihnen Spaß bereitet und die sie ohne wesentliche Anpassungen an die Behinderung, erlernen können“ erklärt Julian Schlegel, der zur Zeit als Referendar an der Schloss-Schule die Ruder-AG betreut. Defizite in der motorischen Entwicklung der Kinder und Fehlhaltungen, insbesondere der Rücken‐ und Rumpfmuskulatur, sind häufig auftretende Begleiterscheinungen, die durch geeignete sportliche Aktivitäten vermieden werden können. Der Rudersport ist für blinde und sehbehinderte Kinder geradezu ideal, da alle dafür erforderlichen Fähigkeiten über das Gehör sowie den Tast- und Gleichgewichtssinn erlernt werden können. Selbst erfahrene Ruderer schließen beim Training oder im Wettkampf manchmal die Augen, um „mehr Gefühl fürs Boot“ zu bekommen. Das Inklusionsprojekt des Rudervereins und der Schloss-Schule Ilvesheim soll allerdings nicht nur sehgeschädigten Kindern zu sportlicher Betätigung verhelfen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Integration von Behinderten in das Vereinsleben leisten. Die Integration von sehgeschädigten Kindern stellt vor allem für sehende Kinder eine Herausforderung dar, denn sie müssen lernen, auf schwächere Rücksicht zu nehmen und ein Gespür für die spezifischen Probleme behinderter Kinder zu entwickeln. Diese Erfahrungen sind äußerst wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung Heranwachsender und leisten einen wichtigen Beitrag für ein tolerantes Miteinander innerhalb und außerhalb des Vereins. Quelle Foto: Schloss-Schule Ilvesheim, www.schloss-schule-ilvesheim.de Die Umsetzung des Inklusionsprojektes stellt allerdings sowohl die Trainerin des Vereins als auch die Lehrer der Schloss-Schule vor größere Herausforderungen: Wie kann der Ablauf des Trainings für sehgeschädigte Kinder sicher gestaltet werden? Der Weg mit dem 90 Kilogramm schweren Boot gestaltet sich hindernisreich, denn eine Straße, eine Straßenbahntrasse, ein Radweg und eine steile Ufertreppe müssen überquert werden, bevor das Boot ins Wasser gelegt werden kann. Mit Jens Appelbohm vom Oldenburger Ruderverein konnte ein kompetenter und erfahrener Berater in allen Fragen rund um den Rudersport mit Sehgeschädigten gewonnen werden. Appelbohm, der in der Vergangenheit bereits zahlreiche Preise für sein ehrenamtliches Engagement im Behindertensport erhalten hat, erklärte sich spontan bereit, die Amicitia zu besuchen und den Verein bei der Implementierung des Projektes zu unterstützen. Zwei Tage nahm sich der Oldenburger Zeit für einen Ruderworkshop mit den Kindern und Lehrern der Schloss-Schule, begutachtete das Bootshaus, gab Trainern und Lehrern Tipps zur ruderischen Ausbildung von Sehgeschädigten und ging schließlich auch mit den Kindern im Ruderboot auf den Neckar. Viele Sehgeschädigte lernen die komplexe Rudertechnik erstaunlich schnell, denn sie können hören, ob sie die „Skulls“, wie die Paddel bei Ruderern genannt werden, richtig herum halten und ob das Blatt ins Wasser eintaucht oder auf die Wasseroberfläche klatscht – ihre Augen brauchen sie dafür nicht. „Einige der Kinder haben sich als wahre Naturtalente entpuppt“ resümiert Appelbohm. Ihn überrascht das nicht, immer wieder erlebt er, wie Sehgeschädigte im Boot ihre „Behinderung“ hinter sich lassen und mit sportlichen Erfolgserlebnissen neues Selbstvertrauen erlangen.

Dr. Nicole Tieben


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