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Ein kleines Plus an Sicherheit – Steuerlehrgang

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April 2015

Immer wieder erschrecken Meldungen über mehr oder weniger folgenschwere Bootsunfälle – wie jüngst der gerade  noch glimpflich verlaufene Vorfall in Mainz, von dem 25 Personen betroffen waren. Nicht zuletzt im Hinblick darauf verlangt der Gesetzgeber seit Jahrzehnten, dass in jedem Boot ein(e) besonders qualifizierte Obfrau oder Obmann die juristische Verantwortung trägt – entsprechend dem Straßenverkehr. Dem Rechnung tragend konnten wir von Februar bis April endlich wieder einen Lehrgang zur Erlangung einer solchen Freifahrtsberechtigung anbieten. Alles verstanden? Teil I : Theorie auf dem Trockenen In den  Mittelpunkt des ersten Abends stellte Matthias Rentrop die Binnenschifffahrtsordnung mit Verhaltens – und Vorfahrtsregeln sowie Verkehrszeichen, die uns hierzulande  begegnen. Natürlich wurde der Komplex auch aus der Sicht des Ruderns intensiv diskutiert. Zum zweiten Abend traf man sich im Vereinszimmer, wo Horst Reitz mit dem Kurs auf eine imaginäre Fahrt auf unserem Hausgewässer ging, das zwar augenscheinlich ganz friedlich daher kommt, aber im Alltag mit zahlreichen Haken und Ösen aufwartet – wie wären sonst diverse Havarien zu deuten? Multiple Choice Test Dann ging es zur Sache. In einem zweiteiligen Multiple Choice Test konnten die Teilnehmer und die Teilnehmerin zeigen, dass sie aus dem Theorieteil und aus der Auseinandersetzung mit der amtlichen Broschüre „Sicherheit auf dem Wasser“ einiges mitgenommen hatten. Breit gestreute Schwierigkeitsgrade wies der eingesetzte Fragenkatalog des Deutschen Ruderverbandes auf: Von einfachen Suggestivfragen bis hin zu Aufgaben wie in einem PISA-Test, bei denen man um mehrere Ecke denken musste. Zudem war da oft noch offen, wie viel Kreuzchen jeweils zu setzen waren. Ähnliche Fußangeln waren auch im Prüfungsteil „Neckar“ zu meistern. Doch unsere Probanden schlugen sich wacker: im DRV-Aufgaben-Teil erzielten sie zwischen knapp 70 % und stolzen 95 % der möglichen Punkte; im „Neckar“-Teil sah es ähnlich gut aus, auch hier wurde ein beachtlicher Mittelwert von rund 80 % erreicht. Teil II: Die feuchte Praxis Wo wollen die nur hin? Alle Bilder Horst Reitz Fast wie bestellt bot der feuchte Praxisteil des Lehrgangs am 12. April auf dem Rhein von Rhenania Germersheim zum Mannheimer RC viele Aspekte aus dem Theorieteil: Umgang mit kräftiger Strömung, Begegnungen mit und von Motorschiffen, deren Kurs nicht immer leicht vorauszuberechnen war, hektisch herumtanzende Motorboote,  Segler im ruhigen Altrhein, Kreuzfahrtschiffe direkt vor der schon – verfrüht – angepeilten Einfahrt zur RG Speyer und dem Mittagessen im dortigen „Porto Vecchio“. Eigentlich ein kluger Schachzug des einen Vierers, in der Innenkurve weiter oberhalb ruhigere Verhältnisse abzuwarten; aber muss das gleich auf Kosten eines unschuldigen und friedfertigen Anglers gehen … Dafür hatte der Steuermann des anderen Gig-Doppelvierers zuvor mit einer „Sightseeing-Wende“ den beeindruckenden Speyerer Dom ins Blickfeld seiner  Mannschaft gebracht und ihnen dann aus allernächster Nähe Einblicke in die Luxusgemächer eines eben anlegenden Flusskreuzfahrers gegönnt. Mit gegensätzlichen Strategien gelang es dann am Nachmittag beiden Steuerleuten, ihre Vierer gleichzeitig durch die Einfahrt in den Otterstädter Altrhein zu bugsieren Dort wartete auf die Teams eine Wiederholungsübung im Anlegen an einem flachen Ufer und im Aussteigen in Flachwasser – der Biergarten der Altrhein-Klause wäre ja auch sonst außer Reichweite geblieben. Ohne Probleme war es davor an der Kollerfähre und später an der wendigen Altriper Fähre vorbei gegangen. Eine nicht zu unterschätzende Erfahrung für alle war schließlich das Anfahren der Pritsche des Mannheimer RC oberhalb der Konrad-Adenauer-Brücke, das durch die starke Strömung geradezu ein Leckerbissen für Steuerkünstler war. Apropos Erkenntnisse: Es wurde hier und dort drastisch deutlich, dass sich Wellen nicht nur artig auf dem Gewässer tummeln, sondern eher eine klare Tendenz ins Boot, zumal in einen C-Vierer, haben. Dort war aber mit neumodischem Gerät  wie Auftriebskörpern, Schwimmwesten – zumindest für die Steuerleute – und Warnwesten für manches Vorsorge getroffen worden. Und weil die Hemshof -Schachtel gerade mal sehr friedlich war, beschloss eine Crew, auf das Verladen zu verzichten und die restlichen Kilometerchen an den Fernmeldeturm zurück zu rudern.

Horst Reitz

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Oberrheinische Frühregatta im Mannheimer Mühlauhafen

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25./26.04.2015

Turbulent begann sie in diesem Jahr – die Oberrheinische Frühregatta. Während an den Tagen zuvor noch sommerliche Temperaturen herrschten, zeigte sich am ersten Regattatag der April von seiner wetterwendischsten Seite. Es war trüb und kalt, als die Kinder am Samstag Vormittag auf die Langstrecke mit Wende durch den Hafen gingen. Hier war es noch nicht ganz so problematisch, dass ein großes Containerschiff nicht planmäßig aus dem Hafen ausgefahren war. Das sollte erst schwierig werden, wenn in den Rennen am Nachmittag Mann gegen Mann tatsächlich 6 Bahnen nebeneinander im Hafenbecken benötigt würden. Aber es wäre nicht Mannheim, es wäre nicht das eingespielte Regattateam rund um Karin Stephan, Christian Knab und co, wenn solche Nicklichkeiten nicht aus der Welt zu schaffen gewesen wären. Einige Rennen wurden eben umgeplant und auf 5 Bahnen durchgeführt, der Zeitplan ein wenig gestrafft – und das Wetter? Immerhin kein Regen und Wind… was will man mehr? So war die Stimmung gut und Mannheim sah einmal mehr spannende Rennen auf einer der bedeutendsten Regatten im süddeutschen Raum. Sportler aus ganz Deutschland waren angereist und natürlich waren auch die regionalen Vereine vertreten, um unter der Mannheimer Flagge und vor den Augen des Regattavereinsvorsitzenden Jan Eric Jonescheit ihr Bestes zu geben: Für die Amicitia waren etliche Kinder und Jugendliche am Start und auch siegreich. Moritz Gehring mit seinem Partner Maximilian Kern von der MRG Baden siegte in der 2. Abteilung des leichten Junior-A-Zweiers. Nils Kocher war im Junior-A-Finale gemeinsam mit Lars Lorch aus Nürtingen siegreich. Lennart Ufer ging in seinem ersten Jahr als B-Junior sogar als Doppelsieger nach Hause: im Leichtgewichts-Einer siegte er in seiner Abteilung ebenso wie gemeinsam mit Philipp Schmidt im leichten Junior-B-Doppelzweier. Große Zufriedenheit also bei den Trainern und ein optimistischer Blick auf das kommende Regattajahr. Welche weiteren Sportler für die Amicitia und den Mannheimer Regattaverein am Start waren und welche Ergebnisse sie erzielten, lässt sich im Detail der entnehmen. Emotionaler Höhepunkt war sicher einmal mehr das Simon-Ningel-Gedächtnis-Rennen am Sonntag Morgen, das an den im Jahr 2012 im Mühlauhafen tödlich verunglückten jungen Sportler erinnerte. Der Pokal ging in diesem Jahr nach Saarbrücken.


Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg

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18./19. April 2015

Am vergangenen Wochenende fanden auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel die Kleinbootmeisterschaften des Deutschen Ruderverbandes (DRV) statt. Im Einer und Zweier ohne sowie in den entsprechenden Leichtgewichtsklassen wurden Deutschlands beste Ruderer ermittelt. Gleichzeitig war der Wettkampf ein entscheidender Bestandteil bei der Nominierung der Nationalmannschaft für die diesjährige Weltmeisterschaft im französischen Aiguebelette und die Ruderer wollten zugleich auch schon eine sportliche Empfehlung für die Olympischen Spiele 2016 abgeben. Dies war der Rahmen, in dem sich Simon Klüter in seinem ersten Jahr in der Altersklasse U23 beweisen musste. Ein sehr starkes Teilnehmerfeld ließ für Simon letztlich nur die Teilnahme im C-Finale zu. Gemeinsam mit seinem Partner Henrik Ball vom RV Neptun Konstanz konnte der grade 19jährige Klüter viel Wettkampferfahrung sammeln. Nils Kocher nahm an der bundesweiten Kleinbootüberprüfung der Junioren teil. Nach einem guten Vorlauf fuhr er in einem auf Grund des schwierigen Wassers nicht ganz optimalen Zwischenlauf äußerst knapp am A-Finale vorbei. Zwar konnte er im B-Finale leider nur auf den 5. Platz rudern, wurde damit aber in der Gesamtschau von 48 Sportlern Elfter. Auch im vom DRV gesetzten Zweier-Rennen am Sonntag konnte er einen guten 4. Platz erreichen. Eine saubere Leistung und Nils hat somit im Junior-A-Bereich bereits Fuß gefasst, wie Trainer Tobias Schuhmacher erfreut resümierte. Nächste Station auf dem Regattakalender wird für die beiden Sportler wie auch für die anderen Amicitia-Ruderer nun die Frühjahrsregatta im heimischen Mühlauhafen am kommenden Wochenende sein.


Saisonvorbereitung an Ostern -Trainingslager

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Wie in jedem Jahr stand Ostern für die Mannheimer Ruderer weniger unter dem Zeichen von Schokoladeneiern und Osterhasen, sondern von Ruderkilometern auf dem Wasser oder dem Ergo, von Kraft- und Ausdauertraining, von mehreren Trainingseinheiten am Tag – kurz: von Trainingslager. In zwei Wochen steht mit der Frühregatta im Mannheimer Mühlauhafen die erste (noch dazu heimische) wichtige Regatta an – da gilt es keine Zeit zu verlieren, sondern zu trainieren, was das Zeug hält! Wie schon in den Vorjahren hatten die unterschiedlichen Altersgruppen dabei unterschiedliche Ziele – nicht nur geografisch, sondern auch sportlich. Nils Kocher und Simon Klüter trainierten unter den strengen Augen von Tobias Schuhmacher gemeinsam mit anderen Kadersportlern in Breisach. Und es war ein effektives Training dort. Da hatten sie es mehr als verdient, dass sie nach lang anhaltendem schlechten Wetter gegen Ende doch noch ein wenig Sonne tanken konnten: Moritz Gehring, Lukas Scheurich, Lennart Ufer, Christoph Laier, Deniz Oguzhan und Uwe Strähle waren gemeinsam mit 34 Sportlern der Trainingsgemeinschaft MA-LU und den Trainern Christian Knab und Marcus Herrmann unterwegs. Sie feilten in Dreisbach an der Saarschleife weiter an ihrer Rudertechnik. Wer das Athletiktraining der Jungs und Mädchen einmal live und in Farbe (oder wenigstens ganz kurz im Film) sehen möchte: Die Kindergruppe rund um Trainerin Lena Lantin führte ihr Trainingslager im heimischen Mannheim durch. Insgesamt resümierten die Verantwortlichen, dass alle sich in der intensiven Trainingszeit verbessern konnten. Die Stimmen aus den Gruppen lassen die Vorfreude auf die kommende Saison erahnen. Also – dann gehen wir es an.

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Langstrecke in Leipzig

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Das Wettkampfwochenende bot für die Amicitia-Ruderer nicht nur den Mannheimer Stadtachter, sondern zugleich auch die Langstrecke über 6 km in Leipzig. Es handelte sich dabei um eine DRV-Langstrecken-Kaderüberprüfung, die aus drei Teilen bestand. Sie begann zunächst am Freitag mit dem Stufentest auf dem Ergometer, am Samstag schloss sich ein Wettkampftest (ebenfalls auf dem Ergo) an und am Sonntag gingen die Ruderer dann auf den Elster-Saale-Kanal. Der Ergometer-Test über 2.000 Meter und die Regatta über die Sechs-Kilometer-Distanz stellen für die deutschen Leistungsruderer den ersten Härtetest des Jahres dar. Diese Ergebnisse sowie die Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg Mitte April bilden die entscheidende Grundlage für die Besetzung der Boote für die kommenden internationalen Regatten. Da sollten natürlich auch die leistungsstärksten jugendlichen Mannheimer nicht fehlen und Trainer Tobias Schuhmacher machte sich mit Nils Kocher und Simon Klüter auf den Weg nach Leipzig. Nils war gemeldet für den Junior-A-Einer, Simon gemeinsam mit Henrik Ball aus Konstanz im leichten Senior-Zweier. Am Stufentest am Freitag nahmen die beiden Mannheimer Sportler zwar nicht teil, aber am Ergotest sowie an der sonntäglichen Langstrecke. Bei stürmisch-nassen Wetterverhältnissen war der Wettkampf für alle gleichermaßen eine Herausforderung. Umso zufriedener ist Schuhmacher mit dem guten 14. Platz von Nils Kocher und der ebenfalls überzeugenden Platzierung von Simon Klüter als Fünfzehnter (in der Wertung U23 entsprach das einem sechsten Rang). So kann es weitergehen in dieser Saison!!


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